Euler Psychotherapie Wilhelmshaven
Oft bringen wir unbewusst Erwartungen, Gefühle und Beziehungsmuster aus früheren Lebensphasen in unsere heutigen Beziehungen mit. Erfahrungen aus der Herkunftsfamilie oder anderen prägenden Beziehungen können sich auch innerhalb der Gruppe wiederfinden.
Gerade darin liegt eine besondere Stärke der Gruppentherapie: Was sonst unbewusst wirkt, kann in der Gruppe sichtbar gemacht und besprochen werden.
Wenn Entwicklung bei anderen sichtbar wird, kann neue Zuversicht entstehen. Veränderung wird vorstellbarer – auch für den eigenen Weg
Die Erfahrung, anderen etwas geben zu können und selbst Unterstützung anzunehmen, stärkt Verbundenheit und das Vertrauen in die eigene Wirksamkeit.
In einem geschützten Rahmen können neue Formen des Sprechens, Abgrenzens und Begegnens ausprobiert werden. Rückmeldungen ermöglichen neue Erfahrungen im Kontakt
Die Gruppe bietet einen geschützten Rahmen, in dem Verständnis, Unterstützung und ehrliche Rückmeldungen möglich werden.
Nein. Sie entscheiden selbst, was Sie zu welchem Zeitpunkt mit der Gruppe teilen möchten. Niemand muss sich sofort öffnen oder über Erfahrungen sprechen, für die noch keine ausreichende Sicherheit entstanden ist. Auch Zuhören, Beobachten und das behutsame Kennenlernen der Gruppe können wichtige Bestandteile des therapeutischen Prozesses sein. Vertrauen entwickelt sich meist schrittweise. Mit der Zeit kann ein Raum entstehen, in dem es leichter wird, sich mit den eigenen Gedanken und Gefühlen zu zeigen – im jeweils eigenen Tempo.
Gruppentherapie wirkt auf ihre eigene Weise. Während in der Einzeltherapie die Beziehung zwischen zwei Menschen im Mittelpunkt steht, entsteht in der Gruppe ein lebendiger sozialer Raum. Beziehungsmuster werden dort nicht nur besprochen, sondern unmittelbar erfahrbar. Gerade wenn auch Scham, Unsicherheit oder bisher verborgene Seiten gezeigt werden dürfen, kann Zugehörigkeit spürbar werden. Die Erfahrung, damit gesehen, anerkannt und nicht zurückgewiesen, sondern angenommen und getragen zu werden, ermöglicht neue Beziehungserfahrungen, die dem wirklichen Leben besonders nahekommen.
In der Regel findet die Behandlung als Kombination aus Gruppen- und Einzeltherapie statt, wobei die Gruppensitzungen den größeren Anteil einnehmen. Die Gruppe bietet den zentralen Raum, um eigene Beziehungsmuster unmittelbar zu erleben und neue Erfahrungen im Kontakt mit anderen zu machen. Wenn sich dabei zeigt, dass jemand gehemmt ist oder an einem bestimmten Punkt nicht weiterkommt, kann dies im Einzelgespräch behutsam aufgegriffen werden. Gemeinsam lässt sich besser verstehen, was im Moment noch zurückhält und was dabei helfen könnte, den nächsten Schritt zu wagen – etwa sich mit einer unsicheren oder verletzlichen Seite auch in der Gruppe zu zeigen.
Gerade die Angst, nicht angenommen, bewertet oder zurückgewiesen zu werden, darf in der Gruppe einen Platz bekommen. In einem geschützten und therapeutisch begleiteten Rahmen können solche Sorgen behutsam betrachtet werden, ohne dass sie sofort überwunden werden müssen. Schrittweise kann die Erfahrung entstehen, sich auch mit Unsicherheit, Scham oder verletzlichen Seiten zeigen zu dürfen und dennoch in Beziehung zu bleiben. Zugehörigkeit bedeutet dabei nicht, dass alle gleich sind, sondern dass Verschiedenheit wahrgenommen und respektiert werden kan
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